Die externen Kosten der grünen Verkehrsträume

Die externen Kosten der grünen Verkehrsträume

Leere Straßen während der Ölkrise 1973 (Public Domain, Quelle: Wikimedia Commons)

Eine Studie im Auftrag der GRÜNEN-Fraktion im Europaparlament kommt zu dem wenig überraschenden Schluss, dass der heutige Individualverkehr neben seinen internen Kosten auch hohe externe Kosten verursacht. Das Ergebnis soll wie üblich als Diskussionsgrundlage für weitere Einschränkungen persönlicher Freiheiten dienen. Dabei sind die Grundlagen und Annahmen die der Studie zu Grunde liegen überaus diskussionswürdig, ebenso wie die Auswirkungen, die grüne Reglementierungsträume auf die Gesellschaft als Ganzes und jeden Einzelnen hätten.

1998, als die FDP noch als die Partei der Besserverdienenden galt, forderten die GRÜNEN in ihrem Wahlprogramm eine schrittweise Erhöhung des Benzinpreises auf 5 DM (ca. 2,50€). Bei allen anderen Parteien stieß dieser Vorschlag schon damals auf Ablehnung und wurde auch nie politisch umgesetzt. Zur Freude der GRÜNEN sind die Kraftstoffpreise in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Allerdings liegen die Gründe dafür in der weltweit angestiegenen Nachfrage, und eine Verminderung des Individualverkehrs per Kraftfahrzeug ist damit nicht einhergegangen.

Ihren Traum von weiterer Reglementierung haben die GRÜNEN natürlich nie aufgegeben. Heute, wo sie die eigentliche Partie der Besserverdienenden sind, ist ihnen immer noch daran gelegen, das Verhalten der Bürger hin zu ihrer eigenen Ideologie zu beeinflussen. Zu diesem Zweck haben Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament an der TU Dresden eine Studie (Externe Autokosten in der EU-27) in Auftrag gegeben die beweisen soll, dass die Kosten für den Individualverkehr größtenteils von der Gesellschaft und nicht von den einzelnen Verursachern getragen werden.

Naturgemäß liefert die Studie auch das gewünschte Ergebnis und beziffert die externen, nicht direkt vom Fahrer gedeckten Kosten, auf europaweit 258 bis 373 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Kosten werden angeblich von der Gesellschaft als ganzes getragen, ob deren Mitglieder nun Auto fahren oder nicht.

Dabei wird schon eingangs klargestellt, dass man den unbestreitbaren Nutzen des Autoverkehrs lediglich dem Individuum zugesteht, dass aus Spaß durch die Gegend braust, die zusätzlichen Kosten aber von der Gesamtheit getragen werden müssen. Abgesehen davon, dass viele Posten in der Rechnung, wie durch Unfälle und damit zusammenhängende Trauer entstehende Kosten, nur schwer objektiv zu berechnen sind, offenbart die Studie ein leicht verqueres Menschenbild. Individuen und Gesellschaft derart getrennt zu betrachten ist etwas absurd, denn woraus soll eine Gesellschaft denn bestehen, wenn nicht aus einzelnen Individuen.

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