Die externen Kosten der grünen Verkehrsträume

Die externen Kosten der grünen Verkehrsträume

Während man zwar zuhauf abstrakte Kostenfaktoren miteinbezieht wird abstrakter Nutzen von Individualverkehr wie Flexibilität, persönliche Freiheit usw. nicht miteinbezogen. Das man in den modernen Großstädten gut auf ein eigenes Auto verzichten kann, was auch viele Menschen dort machen, ist unbestritten. Nur besteht Deutschland nicht nur aus Großstädten mit einem guten Angebot aus öffentlichem Personennahverkehr. Bezeichnend ist deshalb, dass die angeblich entstehenden externen Kosten in den großen und weit entwickelten Flächenländern der EU wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Polen mit am höchsten sind.

Natürlich gibt es reine Lustfahrten, aber die allermeisten Fahrten werden unternommen, weil sie notwendig sind, was in der Studie auch mit dem Hinweis eingestanden wird, dass sie nicht gemacht würden, wenn sie sich nicht lohnen würden. Sie würden sich aber auch nur deshalb lohnen, weil in die entstehenden Kosten nicht die in der Studie errechneten externen Kosten einbezogen werden. Auf die zuvor schon aufgezeigte Tatsache, dass in einem Flächenland mit vielen Kleinstädten und ländlichen Gemeinden nur die wenigsten wirklich auf ein Auto verzichten können, wird dabei nicht weiter eingegangen. Zu den vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen zählen denn auch Fahrradfahren und zu Fuß gehen.

Auf die dem Individualverkehr entwachsende persönliche Flexibilität und Freiheit geht die Studie überhaupt nicht ein. Natürlich kann man versuchen, sich ständig mit anderen Menschen abzustimmen und sich Fahrten zu teilen, aber jede Abstimmung führt zu persönlichen Einschränkungen und konkurriert mit einer flexibler werdenden Arbeits- und Lebenswelt. Fahrgemeinschaften und Mitfahrzentralen sind ja keine Dinge, die nun erst noch erfunden werden müssten, aber sie haben nun mal ihre Grenzen. Auch öffentliche Verkehrsmittel können nicht immer mit Autos konkurrieren, nämlich gerade dann, wenn es um Flexibilität und Robustheit von Verkehrssystemen geht.

Das grüne Menschenbild betrachtet das Individuum in erster Linie als Störer und Zerstörer, insbesondere was die Mobilität angeht. Dies führt zum erwartbaren grünen Ruf nach mehr persönlicher Einschränkung und nach einer „sanften“ Anpassung der Gewohnheiten. Dabei ist Mobilität zusammen mit Energie der Lebenssaft des modernen Lebens, sei es wirtschaftlich oder privat. Den mittlerweile typischen GRÜNEN-Wähler wird all das nicht stören. Er gehört zum Kreis der Leute, die sich all das leisten können, denn er ist Besserverdiener. Die externen Kosten der grünen Politik, nämlich Bevormundung, Freiheitseinschränkungen und Wirtschaftsabbau nimmt er dabei demütig in Kauf..

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