Erlesen zerlesen

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Erlesen Zerlesen

Erlesen Zerlesen

Sicher, man kann sich Bücher aus Büchereien oder von Freunden und Bekannten ausleihen, oder sie sogar gebraucht kaufen. Aber es ist ungleich spannender und schöner, ein Buch selber zu zerlesen, ihm die eigenen Gebrauchsspuren anzuheften (oder auch aufzudrücken). Ein Buch mit Flecken, Eselsohren, Knicken und sonstigen Gebrauchsspuren zeigt auch die Beschäftigung des Lesers mit ihm, oft auch die Umstände, unter denen es gelesen wurde. Manche Bücher hat man schnell durch, für andere braucht man Monate (vielleicht auch Jahre), aber fast alle sehen danach nicht mehr wie neu gekauft aus.

Es mag Menschen geben, die es als Frevel ansehen, so mit einem Buch umzugehen, aber es gibt wahrscheinlich kein schöneres Einrichtungsstück als ein Regal oder einen Schrank voller gelesener Bücher.

Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken. (Hermann Hesse, Magie des Buches, S. 42, 1977)

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