Der grüne Untertan

Der grüne Untertan

Das Individuum stand dem Neuen Menschen schon in allen vorherigen Ideologien im Weg und war daher erstes Angriffsziel. Das Individuum, das Ich, sei ein Hort der Gier und des asozialen, unvernünftigen Verhaltens, an seine Stelle müsse ein solidarisches Wir treten. Im Wir sind auch gleich die künftigen Generationen enthalten, an die man auch schon denken müsse und deren Vertretung sich Weltverbesserer wie die Grünen bereits im Jetzt auf die Fahnen geschrieben haben, ob die wollen oder nicht.

Geld ist Macht, eine Binsenweisheit, eigentlich. Aber Geld gebiert erst dann Macht, wenn man es manchen nehmen und anderen geben kann, nach eigenem Gutdünken. Die Macht des Staates und der Politik basiert gerade hierauf, viel mehr als auf dem Gewaltmonopol, welches im Grunde auch nur ein Teil der Umverteilung ist. Die sich gern antikapitalistisch gebenden Grünen haben das gut erkannt. Macht und Einfluss gewinnt man nicht dadurch, dass man sich eine Villa und eine Luxusyacht leisten kann, auch wenn das gerne als Ablenkung suggeriert wird. Das ist nur die Scheinmacht des Kunden.

Was die Grünen brauchen ist ein neuer Typus von Untertan, ein grüner Untertan. Ein Untertan, der sich liebend gern in das große, grüne Ganze integriert und freudig für die gemeinsame Sache, die Rettung der Welt und die Verbesserung des Menschen, arbeitet. Dabei hat man ein altes antideutsches Vorurteil wiederentdeckt, die vermeintliche Staats- und Obrigkeitshörigkeit der Deutschen, die die Grünen eigentlich mal bekämpfen wollten. Nun hoffen sie darauf, dass der Bürger dem guten, grünen Staat wieder blind vertraut, dass er schon die richtigen Entscheidungen für ihn treffen wird. Egal ob es um das Rauchen, die Ernährung, die Mobilität, die Erziehung, die Familie, das Miteinander oder die Arbeit geht. Der Staat wird es richten.

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