Stahlleoparden im Wüstensand – Papiertiger an der Heimatfront

Stahlleoparden im Wüstensand – Papiertiger an der Heimatfront

Der mögliche Verkauf von 200 Kampfpanzern vom Typ Leopard 2A7+ an Saudi-Arabien erhitzt mal wieder die Gemüter, vor allem die der selbsternannten Pazifisten. Während man nicht bereit ist, dem größten Störenfried der Region, dem Iran, wirklich harte Wirtschaftssanktionen aufzuerlegen, echauffiert man sich über das geplante Rüstungsgeschäft mit den Saudis. Ihr Volk konnten die Saudis bisher auch ganz gut ohne die deutschen Panzer unterdrücken, dazu brauchen sie sie nicht wirklich. Während der Iran hier aber scheinbar kaum als Bedrohung wahrgenommen wird, sieht die Bedrohungslage für die Anrainerstaaten im Nahen Osten ganz anders aus. Aber für die deutschen Friedensfreunde gilt noch immer das Motto „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“.

Die Kritiker des Geschäfts weisen oft darauf hin, dass die gewünschte Variante speziell auf die asymmetrische Kriegsführung ausgelegt ist, was aber dem Anforderungsprofil von immer mehr Armeen entspricht. Darüber hinaus verfügt der A7+ aber auch allgemein über einen besseren Schutz der Besatzung und vor allem über leistungsfähigere Klimaanlagen, die in Saudi-Arabien angebracht sein werden.

Wenn die Saudis neue Panzer haben wollen, warum sollten sie sich dann nicht für eines der besten Fahrezeuge am Markt entscheiden? Warum sollte man es ihnen nicht liefern, wenn Israelis und US-Amerikaner schon nichts dagegen haben? Das moralinsaure deutsche Theater um alles Militärische macht mehr kaputt als es hilft. Die Taliban haben das afghanische Volk auch erfolgreich mit Pickups unterdrückt, die sollten ab sofort auch unter das Rüstungsexportkontrollgesetz fallen.

Im Übrigen wäre die effektivste Maßnahme, die Saudis am Kauf von Rüstungsgütern zu hindern, ihnen kein Öl mehr abzukaufen. Abnahme von Öl und Lieferung von Waffen werden dann liebend gern die Chinesen übernehmen, die damit ihren Einfluss ausweiten und denen Menschenrechte herzlich egal sind. Die Deutschen, die sich im Fall Lybien schon – ob nun richtig oder falsch – feige zurückgehalten haben, werden aber bestimmt wieder ein paar nette Worte und Protestschreiben finden. Papiertiger sind sie, keine Stahlleoparden..


Ein Kommentar zu „Stahlleoparden im Wüstensand – Papiertiger an der Heimatfront Kommentare-Feed

Deutschland verkauft 200 Panzer nach Saudi Arabien und jeder regt sich auf. Warum eigentlich? Was wollen denn wir mit den Dingern. Der Panzerkrieg ist in Deutschland utopisch. Es ist doch schön, dass man die verkaufen kann. Die gleichen Leute regen sich auf, die dann wieder gegen Steuererhöhungen sind. Alles Heuchler. Zudem haben die USA und Israel zugestimmt, also fällt es den Kritikern schwer mal wieder die Judenschuld aus dem Dritten Reich aus dem Sack zu ziehen. Und wenn Israel Saudi Arabien als stabilisierenden Faktor in der Gegend sieht, herje, warum soll man das nicht unterstützen.

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