Wirtschaft
Keine Gnade für Yvonne
0Der Gnadenhof Aiderbichl aus Deggendorf hat beschlossen, das ausgebüxte Rind weitgehend in Ruhe zu lassen. (Quelle: SPIEGEL ONLINE)
Die Kuh scheint sich ja konsequenterweise nicht nur ihrem “Arbeitsleben” entziehen zu wollen, sondern will wohl auch vom Tiersozialstaats nicht wissen. Vielmehr scheint sie ein selbstbestimmtes, emanzipiertes Leben führen zu wollen, wovon sie sich auch nicht durch Überredungskünste von Artgenossen abbringen lässt.
Interessant, dass dem Vieh auch von angeblich seriösen Medien unterschwellig eine Art menschenähnlicher freier Wille attestiert wird.
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Krokodilstränen, echt Öko
0Nachdem die Öko-Branche jahrelang von den Medien hofiert wurde, und sich über jeden angeblichen “Skandal” in der konventionellen Landwirtschaft klammheimlich gefreut hat, muss sie nun erleben wie es ist, wenn die Medien über einen der ihren herfallen. Nachdem ein Gartenbaubetrieb aus Bienenbüttel in Niedersachsen als mögliche Quelle der EHEC-Erreger identifiziert wurde, werden der Naturland-Betrieb und der Ort von Journalisten aus aller Herren Länder belagert. Und obwohl sich der Verdacht bisher nicht erhärtet hat beginnen die Vorverurteilungen und die Öko-Verbände sehen sich und ihr Konzept bedrängt. Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn man den Schwarzen Peter wieder der konventionellen, am besten der abwertend als industriell bezeichneten Landwirtschaft hätte zuschieben können. (weiterlesen …)
Dioxin-Dämmerung für Bio-Eier
0Noch hält der Ansturm auf Eier aus ökologischer Produktion dank medial bezuschusstem “Dioxin-Skandal” ja an, aber dieser für Biobauern nette Zustand wird nicht ewig bleiben. Wenn manche Produzenten jetzt meinen, ihre Produktion aufstallen zu müssen, weil der Markt gerade leer geräumt ist, dann werden sie, sobald sie damit fertig sind, ihr blaues Wunder erleben.
Ist die Blase erst mal geplatzt, ist der “Skandal” also wieder abgeklungen, werden sich die durch Panikmache neu geworbenen Kunden die Mineralölpreise anschauen und das Dioxin längst wieder vergessen haben. Sie werden wieder günstige konventionelle Eier kaufen und bei der Milch, dem goldenen Kalb im Lebensmittelhandel, um jeden Cent feilschen.
Biobauern sind gut damit beraten, die aktuelle Hochpreisphase gelassen mitzunehmen und sich schon mal auf die Rückkehr zur Normalität einzustellen. Und der beste Biobauer bleibt für alle anderen Biobauern immer noch der, der keiner wird…
Grünlandumbruch – Die Enteignung geht weiter
5Was in Mecklenburg-Vorpommern schon seit dem 29. Dezember 2008 [1] und in Niedersachsen seit dem 22. Oktober 2009 [2] verboten ist, wird in den kommenden Wochen auch für Nordrhein-Westfalen erwartet: das Verbot, Dauergrünland umzubrechen und in Ackerland umzuwandeln.
Lobbyisten der selbsternannten Umweltschutzverbände fordern schon seit Jahren eine Eingrenzung des Gründlandumbruchs [3] und somit eine weiter fortschreitende Enteignung der Landwirte. Laut NABU wird beim Umbrechen des Gründlands ein Teil des im Boden gespeicherten CO2 freigesetzt, was auch niemand bestreitet. Allerdings nehmen Nutzpflanzen, die anschließend auf den umgebrochenen Wiesen angebaut werden, auch wieder CO2 auf. Darüber hinaus wird der Verlust blütenreicher Wiesen und Weiden beklagt. Wird eine Grünfläche aber landwirtschaftlich genutzt, so entstehen dort nur selten blütenreiche Flächen, da diese durch Nutztiere oder Grasschnitt ebenfalls verwertet werden. Belastbare Zahlen braucht der NABU für sein Positionspapier nicht, die “gute Sache” erklärt sich wie immer von selbst.





